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Bali mit Kleinkind

Nachdem die erste Fernreise mit Kind kein Problem darstelle und das Fernweh aufkam entschlossen wir mit meinen Eltern die nächste große Reise zu planen.

Bali haben wir (meine Eltern und ich) bereits im Jahr 2000 bereist und denken oft an die Einzigartigkeit der Mentalität, Kultur, Natur, Lebensfreude der Menschen sowie unseren damaligen Reiseführer und Freund Komang zurück. 18 Jahre später wollten wir gerne nochmal das Hotel erleben und uns von Komang die Insel und Ihre Weiterentwicklung zeigen lassen.


Flug:

Wie bereits in unserer Story USA zahlen Kinder bis zu zwei Jahren je nach Airline meist nichts und bekommen bis zu einer gewissen Größe (nach Airline unterschiedlich) ein Babykörbchen vor den eigenen Sitz gehangen. Wir hatten Glück da Paul mit seinen 20 Monaten gerade noch so von den Größenangaben in das Körbchen gepasst hat. Wie bei allen Langstreckenflügen empfiehlt sich ein früzeitiger Preisvergleich da bei manchen Airlines auch nur eine gewisse Anzahl an Babykörbchen buchbar sind. Je nach Airline gibt es auch sogenannte Stopover Programme dies bedeutet das man an verschiedenen Destinationen ohne Aufpreis zwischenlanden kann, mehrere Tage dort auf Sightseeing gehen kann und meist die Hotels günstiger sind sowie der Shuttle / Transport vom Flughafen zum Hotel kostengünstiger oder meist umsonst angeboten werden.

Stopover Singapur:

Wir nutzten das Stopoverprogramm in Singapu r so war der Flug mit Kind nicht ganz so lange auf einmal und man konnte die Stadt erkunden. Meine Eltern sind weiter nach Bali geflogen, haben die Zeit genutzt und eine andere Ecke von Bali alleine erkundet und verabredeten uns 4 Tage später in einem gemeinsamen Hotel. Singapur ist sehr clean und gut strukturiert, mit einem zentral gelegenen Hotel konnten wir alle Top Hotspots meist zu Fuß erkunden. Der erste Tag forderte uns dank Zeitverschiebung und hohe Luftfeuchtigkeit ein wenig heraus da unser 20 Monate alter Paul natürlich keine Rücksicht auf die Zeitverschiebung nehmen konnte, zum Glück pendelte sich dies recht schnell ein. Sicher erlebt man die Stadt ohne Kind intensiver, trotzdem haben wir die Sehenswürdigkeiten entspannt erlebt.

Weiterflug Bali:

Besetzungskonstellation:

Nach einer Sightseeing Runde in Singapur ging es weiter zu unserer Enddestination Bali. Ein Wiedersehen mit Oma und Opa freute Paul sehr. So hatte man auch Zeit zwischendurch in Sport oder an Strand gehen zu können. Die Kombination soweit alle miteinander klar kommen empfiehlt sich sehr, so hat man ein gemeinsames Erlebnis mit Oma und Opa, das Kind bzw Oma und Opa haben in der Regel sonst nur wenige Stunden mit dem Kind und als Eltern hat man auch die Möglichkeit einmal Sachen alleine zu unternehmen und sich auszuspannen.


Jimbaran:

Die erste Destination war unser 18 Jahre zuvor besuchtes Hotel in Jimbaran. Es war immer noch sehr schön, elegant und ursprünglich, direkt am Meer gelegen. Abends verwandelt sich der Strand in eine Anreihung von grillenden Fischerrestaurants.

Ausflüge / Sightseeing:

Wir unternahmen alle 2 Tage einen individuellen Ausflug mit Komang. Vorab klärten wir ab was wir alles sehen wollten, dieser schlug dann die entsprechenden Varianten mit Verknüpfungen vor und organisierte auch den Transfer zu den weiteren Hotels. Vor den Erkundungen mit Paul hatte ich ehrlich gesagt Respekt, ein Kleinkind was keine Lust hat im warmen Auto zu sitzen und sich Sightseeingpunkte anzusehen. Da Komang selbst Vater zweier Kinder ist, war er total entspannt was sich auf uns auswirkte. So wechselten wir uns ab mit der Bespassung im Auto hatten den Buggy dabei wenn Strecken zu weit waren und haben dies sogar wenn er eingschlafen ist und wir weiter fahren wollten, einfach in den Kofferraum geschoben. Das deutsche SIcherheitsbewusstsein musste man dabei ablegen ;-) Wir haben Städte, Stammeseinwohner in ursprünglichen Dörfern, die bekannten Reisfelder, atemberaubende Wasserfälle, Kaffeeplantagen und Märkte erkundet und dabei die Unterschiede der Insel kennen und schätzen gelernt.

Hochzeit am Strand:

Eines Abends baten mich meine Eltern um 17h00 in "weissen Klamotten" am Strand zu sein, ehrlich fiel mir vorher bereits auf das dort was "im Busch" ist. Vorherige Fragen nach weißen Klamotten, das wir doch mtifahren sollten unbedingt etc. So kam es dann dass an diesem Abend meine Mutter ihren langjährigen Freund am Strand heiratete, eine standesamtliche Trauung war bereits in Deutschland heimlich vollzogen. Im ersten Moment war ich schon sehr trautig das man mir dies nicht vorher gesagt hat, nachdem ich aber die wundervoll hergerichtete Deko sah und die Freudentränen meiner Mutter, konnte ich gar nicht anders wie mich zu freuen und mitzufeiern - es war ein unvergesslicher Moment.

Kuta:

Die Tage in Jimbaran gingen zu Ende und wir zogen in die größere Stadt Kuta. Nachdem tollen Hotel und der Idylle war Kuta das Kontrastprogramm schlechthin und würde es ehrlicherweise niemanden empfehlen. Das Hotel war sauber, modern und gut ausgestattet keine Frage aber rund herum war es sehr laut, viele Engländer mit Pubs und Co, quasi das Malle von Bali. Wusste man durch diverse Reisführer vorher aber habe ich mir ehrlicherweise anders vorgestellt. Wir nutzten die Zeit um weitere Ausflüge zu machen und die Insel zu erkunden.

Fazit:

Eine unvergessliche Reise und auch mit Kleinkind ist der lange Flug und Ausflüge kein Hinderniss.

Das Hotel in Jimbaran (Intercontinental Bali Resort) und unser persönlicher Führer (Komang Merta) sind definitiv empfehlenswert und machten das Besondere aus der Reise.

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